Wurmkur

Was Deutschland fehlt, sind mehr Menschen die wie Richard David Precht (deshalb) und Wolfgang Grupp (darumdarum und darum) einfach (gerne auch ungefragt) den Finger in die Wunde legen und dazu ein paar intelligente aber deutlich formulierte Worte an unsere plattärschigen Damen und Herren Politiker finden. Idealerweise gehen sie gleich selbst in die Politik und mischen den Laden von innen etwas auf. Aber dieses Laientheater  — inszeniert zum reinen Machterhalt, wie Precht richtig feststellt — würde selbst aus solchen Menschen Würmer machen.
08.03.2010 # deutschlandpolitikwirtschaft

Xing, und Tschüss

5 Euro und 95 Cent zahlt man pro Monat für eine Premium-Mitgliedschaft bei Xing, dem deutschen Business-Netzwerk. 5 Euro 95 die ich jahrelang Monat für Monat an die Hamburger überwiesen habe, weil irgendwie Jeder bei Xing war und ich das Gefühl hatte, das es mir schaden würde wenn ausgerechnet ich dort nicht vertreten wäre. 5 Euro 95 im Monat um grundlegende Funktionen auf der Plattform freizuschalten, ohne die ein Netzwerk bei dem man ja eigentlich angemeldet ist um sich mit anderen Menschen auszutauschen keinen Sinn macht. Immerhin fast 72 Euro im Jahr die meiner Meinung nach viel zu viele Menschen wie selbstverständlich bezahlen, weil sie das Gefühl haben das Xing in Deutschland irgendwie Pflicht ist und der Karriere gut tut. 72 Euro im Jahr für "Job-Angebote" die "Headhunter" massenweise an einigermaßen passende Kandidaten schicken. 72 Euro im Jahr für das Gefühl arbeitsmarkttechnisch begehrt zu sein. Was für ein unendlicher Blödsinn. Xing ist vor allem eines: Überflüssig.

Und da ich mich gern von überflüssigen Dingen trenne, vor allem wenn sie wie ein ungepflegtes und werbeverseuchtes Profil in einem Social Network auch schnell mal zu einem Reputationskiller werden können, habe ich mich dazu entschlossen mein Xing-Profil heute zu löschen.

Ein Schritt der mir sehr leicht fällt, da ich mittlerweile ohnehin der Meinung bin das man Privates und Berufliches nicht voneinander trennen kann. Das Leben ist ja nicht nur Schwarz oder Weiß und Menschen es sind es natürlich auch nicht. Warum also krampfhaft versuchen Menschen in Kategorien und Kisten zu stopfen?

Das klingt jetzt alles radikaler als es eigentlich ist. Wer ein wenig darüber nachdenkt, wird mir vermutlich irgendwann zustimmen. Und wenn nicht, besteht ja weiterhin die Möglichkeit mich auch in einem Business-Netzwerk zu separieren: LinkedIn - Hier wird wenigstens niemand gezwungen eine Premium-Mitgliedschaft abzuschließen um zu sehen wer als letztes das eigene Profil aufgerufen hat und ehrverletzende Werbung schaltet man hier auch nicht in den Profilen.

Foto von swanksalot (Flickr)
18.02.2010 # facebooknetworkingxing

Ausgebloggt

Ja die Blogger sterben aus. Aber das sollte niemanden wirklich ernsthaft jucken. Es gibt nämlich ohnehin zu viele.

Das Veröffentlichen von Inhalten war nie einfacher wie heute. Dementsprechend groß ist natürlich das Angebot an Inhalten, und dementsprechend viele lesenswerte Artikel und Gedanken versinken unbeachtet im Grundrauschen. Wenn das was Czylandsky ausgegraben hat tatsächlich stimmt (und daran habe ich keinen Zweifel), und Bloggen für die nachwachsende Generation so ziemlich das Uncoolste ist was es gibt, bereinigt sich die Blogosphäre gerade selbst um all die Pseudo-Blogger die ohnehin nur belangloses Zeug verwurstet haben und das jetzt (zum Glück zielgerichtet) in den Social Networks einkippen.

07.02.2010 # medienwandelsocial media

GBYT

True

02.02.2010 # weisheiten

»Im Hackcenter herrschte Hochbetrieb«

Die Tagesschau berichtet vom ersten Treffen des CCC 1984 in Hamburg. Nerdig.

26.01.2010 # cccnostalgie

Windows 3.11 Online

Ächz, phantomastisch: Windows 3.11 im Browser. Echt erstaunlich was man aus einem bisschen HTML und JavaScript alles machen kann.

via
25.01.2010 # nostalgiewindows

Guter Morgen

23.01.2010 # guter tag
14.01.2010 # bald schon wahrsicherheit

Die Hose eines Mannes

Zitat aus dem Roman Kaltduscher:

Frauen verstehen das nicht, aber jeder Mann hat seine Hose. Die einzige, die wirklich sitzt, die einzige in der er sich wirklich wohl fühlt. Die Hose trägt er jeden Tag, und wenn sie mal gewaschen werden muss, dann bleibt er oft so lange zu Hause, bis sie wieder trocken ist. Und wenn schließlich der Tag gekommen ist, an dem selbst er nicht mehr übersehen kann, dass seine Hose nur noch lose von ein paar Fäden zusammengehalten wird, dann beginnt eine lange, peinvolle, meist von zahlreichen Fehlschlägen geprägte Suche nach der neuen Hose.

Aber sowas von true für wahrscheinlich jeden Mann da draußen. 

Foto von streetpreacher83 (Flickr)
13.01.2010 # männerreal life

Wer zahlt für Hacker?

Ich. Gerade gespendet.

Foto von Darryl Yeoh (Flickr)
05.01.2010 # journalismusmedienwandel

Hier schreibt und verlinkt René Fischer, ein Webaholic, Kreativarbeiter, Purist, Social Geek, Food Aficionado, liebevoller Vater, glücklicher Ehemann und Customer Support Manager bei Exact in München.