Xing, und Tschüss
5 Euro und 95 Cent zahlt man pro Monat für eine Premium-Mitgliedschaft bei Xing, dem deutschen Business-Netzwerk. 5 Euro 95 die ich jahrelang Monat für Monat an die Hamburger überwiesen habe, weil irgendwie Jeder bei Xing war und ich das Gefühl hatte, das es mir schaden würde wenn ausgerechnet ich dort nicht vertreten wäre. 5 Euro 95 im Monat um grundlegende Funktionen auf der Plattform freizuschalten, ohne die ein Netzwerk bei dem man ja eigentlich angemeldet ist um sich mit anderen Menschen auszutauschen keinen Sinn macht. Immerhin fast 72 Euro im Jahr die meiner Meinung nach viel zu viele Menschen wie selbstverständlich bezahlen, weil sie das Gefühl haben das Xing in Deutschland irgendwie Pflicht ist und der Karriere gut tut. 72 Euro im Jahr für "Job-Angebote" die "Headhunter" massenweise an einigermaßen passende Kandidaten schicken. 72 Euro im Jahr für das Gefühl arbeitsmarkttechnisch begehrt zu sein. Was für ein unendlicher Blödsinn. Xing ist vor allem eines: Überflüssig.
Und da ich mich gern von überflüssigen Dingen trenne, vor allem wenn sie wie ein ungepflegtes und werbeverseuchtes Profil in einem Social Network auch schnell mal zu einem Reputationskiller werden können, habe ich mich dazu entschlossen mein Xing-Profil heute zu löschen. Ein Schritt der mir sehr leicht fällt, da ich mittlerweile ohnehin der Meinung bin das man Privates und Berufliches nicht voneinander trennen kann. Das Leben ist ja nicht nur Schwarz oder Weiß und Menschen es sind es natürlich auch nicht. Warum also krampfhaft versuchen Menschen in Kategorien und Kisten zu stopfen? Das klingt jetzt alles radikaler als es eigentlich ist. Wer ein wenig darüber nachdenkt, wird mir vermutlich irgendwann zustimmen. Und wenn nicht, besteht ja weiterhin die Möglichkeit mich auch in einem Business-Netzwerk zu separieren: LinkedIn - Hier wird wenigstens niemand gezwungen eine Premium-Mitgliedschaft abzuschließen um zu sehen wer als letztes das eigene Profil aufgerufen hat und ehrverletzende Werbung schaltet man hier auch nicht in den Profilen.Ausgebloggt
Ja die Blogger sterben aus. Aber das sollte niemanden wirklich ernsthaft jucken. Es gibt nämlich ohnehin zu viele.
Das Veröffentlichen von Inhalten war nie einfacher wie heute. Dementsprechend groß ist natürlich das Angebot an Inhalten, und dementsprechend viele lesenswerte Artikel und Gedanken versinken unbeachtet im Grundrauschen. Wenn das was Czylandsky ausgegraben hat tatsächlich stimmt (und daran habe ich keinen Zweifel), und Bloggen für die nachwachsende Generation so ziemlich das Uncoolste ist was es gibt, bereinigt sich die Blogosphäre gerade selbst um all die Pseudo-Blogger die ohnehin nur belangloses Zeug verwurstet haben und das jetzt (zum Glück zielgerichtet) in den Social Networks einkippen.
»Im Hackcenter herrschte Hochbetrieb«
Windows 3.11 Online
Die Hose eines Mannes
Zitat aus dem Roman Kaltduscher:
Frauen verstehen das nicht, aber jeder Mann hat seine Hose. Die einzige, die wirklich sitzt, die einzige in der er sich wirklich wohl fühlt. Die Hose trägt er jeden Tag, und wenn sie mal gewaschen werden muss, dann bleibt er oft so lange zu Hause, bis sie wieder trocken ist. Und wenn schließlich der Tag gekommen ist, an dem selbst er nicht mehr übersehen kann, dass seine Hose nur noch lose von ein paar Fäden zusammengehalten wird, dann beginnt eine lange, peinvolle, meist von zahlreichen Fehlschlägen geprägte Suche nach der neuen Hose.





